Die Benediktinerinnenabtei Hermetschwil wurde 1082/83 als Doppelkloster mit dem Männerkloster in Muri gegründet und spätestens Ende des 12. Jh. an den jetzigen Standort auf einer Geländeterrasse über der Reuss verlegt. In der Blütezeit im 17. und 18. Jahrhundert konnten die Pfarr- und Klosterkirche sowie das Konventsgebäude neu errichtet werden. Die äusserlich schlichte Kirche von 1603–1605 birgt eine qualitätsvolle Ausstattung, die von der Spätgotik bis ins 18. Jahrhundert reicht. Das 1623–1625 erstellte Konventsgebäude mit dem Kreuzgang ist geprägt von mauerhaften, weiss verputzten Aussenfronten und einem malerischen Innenhof mit Fachwerkfassaden in den Obergeschossen. Der Osttrakt und die Bogenöffnungen des Kreuzgangs weisen virtuos gemalte Dekorationen von 1625 auf.
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